Kirilloff schwieg. Liputin hatte sich inzwischen etwas abseits, unter dem Bilde des Bischofs auf einen Stuhl gesetzt. Der vorige tollkühne Gedanke bemächtigte sich seiner mehr und mehr. Kirilloff bemerkte ihn an der dunklen Wand fast gar nicht. Liputin kannte die Theorie Kirilloffs schon von früher und hatte sie immer verlacht, jetzt aber schwieg er und sah sich finster im Zimmer um.

„Ich möchte ganz gern Tee trinken,“ sagte Pjotr Stepanowitsch, „habe soeben ein Beefsteak gegessen und rechnete eigentlich darauf, bei Ihnen den Tee zu trinken.“

„Trinken Sie, wenn Sie mögen.“

„Früher boten Sie ihn selbst an,“ bemerkte Pjotr Stepanowitsch säuerlich.

„Das ist einerlei. Auch Liputin mag trinken.“

„Nein, danke, ich ... kann nicht.“

„Kann nicht oder will nicht?“ Pjotr Stepanowitsch drehte sich schnell zu ihm um.

„Ich werde bei ihm nicht noch anfangen Tee zu trinken,“ lehnte Liputin ausdrucksvoll ab.

Pjotr Stepanowitsch zog die Brauen zusammen.

„Das riecht nach Mystizismus. Der Teufel soll aus euch allen klug werden!“