„Sie fragen schon wieder?“
Kirilloff betrachtete ihn mit Verachtung.
„Nun, sehen Sie mal,“ fuhr Pjotr Stepanowitsch, der sich immer mehr ärgerte und beunruhigte, fort, doch ohne den richtigen Ton finden zu können, – „Sie wollen um der Einsamkeit willen, daß ich fortgehe, um sich sammeln zu können, doch all das sind gefährliche Anzeichen, für Sie, für Sie vor allen anderen. Sie wollen viel denken. Meiner Meinung nach wäre es besser, nicht zu denken, sondern es ohne dem zu tun. Nein, Sie – wirklich, Sie beunruhigen mich.“
„Mir ist nur das nicht recht, daß in jenem Augenblick solch ein Ekel bei mir sein wird, wie Sie.“
„Nun, das ist doch einerlei. Ich kann ja auch hinausgehen und so lange draußen auf der Treppe stehen. Wenn Sie aber sterben wollen und dabei so wenig gleichmütig sind, so – nun, ich meine, das ist alles sehr gefährlich. Ich werde also auf die Treppe gehen und Sie können meinetwegen denken, was Sie wollen: daß ich nichts von Ihnen verstehe, daß ich als Mensch unermeßlich tief unter Ihnen stehe ...“
„Nein, nicht unermeßlich. Sie haben Begabungen; aber Sie verstehen sehr vieles nicht, weil Sie ein niedriger Mensch sind.“
„Freut mich, freut mich. Wie gesagt, es freut mich sehr, Zerstreuung zu bieten ... in einer solchen Minute.“
„Sie begreifen nichts.“
„Das heißt, ich ... jedenfalls höre ich mit Hochachtung –“
„Sie können nichts. Sie können sogar jetzt nicht Ihre kleinliche Wut verstecken, obgleich es für Sie doch unvorteilhaft ist, sie zu zeigen. Sie werden mich ärgern und ich werde vielleicht plötzlich noch ein halbes Jahr wollen ...“