„Nun, dann einfach auf die Diele. Sie müßten ja sonst selbst auf der Diele schlafen. Ich will mich auf die Diele legen, sofort, sofort!“
Sie erhob sich und wollte einen Schritt vorwärts treten, doch plötzlich nahm ein unerträglicher krampfartiger Schmerz ihr alle Kraft und alle Entschlossenheit und sie sank laut aufstöhnend aufs Bett zurück. Schatoff lief erschrocken zu ihr, und Marie, die ihr Gesicht im Kissen verbarg, ergriff seine Hand und preßte und bog seine Hand wie im Krampf in ihren Händen.
So verging eine ganze Minute.
„Marie, Liebling, hier ist ein Doktor Frenzel, ich kenne ihn, sogar sehr gut ... Ich werde zu ihm laufen, wie?“
„Unsinn!“
„Warum Unsinn? Sage, Marie, was tut dir denn weh? ... Sonst könnte man auch einen heißen Umschlag machen ... vielleicht auf den Magen, zum Beispiel ... Das verstehe ich auch ohne Doktor ... Oder ein Senfpflaster ...“
„Was?“ fragte sie verwundert und sah ihn, den Kopf leicht erhebend, erschrocken an.
„Das heißt, was denn, Marie?“ fragte Schatoff, der sie nicht verstand. „Was fragst du? O Gott, ich rede vielleicht wirklich Unsinn! Marie, vergib, aber ich kann nichts verstehen ...“
„Ach, lassen Sie mich, das geht Sie auch gar nichts an ... das zu verstehen ... Wäre ja auch nur komisch!“ und sie lachte bitter auf. „Erzählen Sie mir irgend etwas. Gehen Sie im Zimmer herum und sprechen Sie. Stehen Sie nicht bei mir und sehen Sie mich nicht an, darum bitte ich Sie ganz besonders – schon zum fünfhundertstenmal!“
Schatoff begann auf und ab zu gehen, sah zu Boden und strengte sich mit aller Gewalt an, nicht zu ihr hinzusehen.