„Sie wird nicht erfahren, schläft wieder. Bei ihr ist eine Frau, Arina Wirginskaja.“
„Schön, schön, und ... wird es auch nicht hören, denke ich? Wissen Sie, wäre es nicht besser, die Flurtür zu verriegeln?“
„Wird nichts hören. Und wenn Schatoff kommt, verstecke ich Sie ins andere Zimmer.“
„Schatoff wird nicht kommen; und Sie werden schreiben, daß Sie sich mit ihm wegen Verrat und Denunziation überworfen haben ... heute Abend ... und die Ursache seines Todes sind.“
„Er ist tot!“ stieß Kirilloff aufspringend hervor.
„Heute um acht Uhr abends, oder richtiger, gestern um acht Uhr abends, denn jetzt ist es schon ein Uhr.“
„Du hast ihn ermordet! ... Und ich habe das gestern vorausgewußt!“
„Wäre auch was gewesen, das nicht vorauszusehen! Hier, sehen Sie, mit diesem Revolver!“ (Er zog seinen Revolver aus der Tasche, anscheinend nur um ihn zu zeigen, doch steckte er ihn nicht wieder zurück, sondern behielt ihn in der rechten Hand, wie in Bereitschaft.) „Sie sind doch ein sonderbarer Mensch, Kirilloff, Sie wußten ja schon längst, daß es mit diesem dummen Menschen gerade ein solches Ende nehmen mußte. Was ist denn hier noch vorauszusehen? Ich habe es Ihnen schon mehrmals förmlich in den Mund gelegt. Schatoff bereitete eine Anzeige vor: ich beobachtete ihn; man konnte ihn auf keine Weise so lassen. Ja, und auch Sie hatten doch den Auftrag, auf ihn aufzupassen: Sie haben mir doch selbst noch vor drei Wochen ...“
„Schweig! Das hast du ihn dafür, daß er dir in Genf ins Gesicht gespuckt hat!“
„Auch dafür, und auch noch für anderes. Für vieles andere; übrigens ohne jede Bosheit meinerseits. Warum da aufspringen? Wozu Posen annehmen? Oho! Also so sind wir! ...“