„Brauchen Sie es denn? In dem Falle ... ich wollte ... ich dachte, Sie wünschten es nicht ... doch, wenn Sie es brauchen, so ...“
„Nein, ich brauche es nicht, behalten Sie’s nur!“ Er wandte mir mit Verachtung den Rücken und begann im Zimmer auf und ab zu schreiten. „Und der Teufel weiß, wie Sie überhaupt darauf kommen, mir das Geld zurückzugeben?“ Er drehte sich plötzlich wieder zu mir um und sah mich mit brutaler Herausforderung an.
„Ich gebe es Ihnen zurück, weil ich Sie zur Rechenschaft ziehen will!“ fuhr ich nun meinerseits wütend auf.
„Scheren Sie sich zum Teufel mit Ihren großartigen Worten und Gesten!“ schrie er mich plötzlich an und stampfte mit dem Fuß wie außer sich. „Ich wollte Sie beide schon lange hinauswerfen: Sie und Ihren Werssiloff!“
„Sie sind wohl wahnsinnig!“ rief ich; denn er sah wirklich danach aus.
„Sie haben mich fast zu Tode gequält mit Ihren großartigen Phrasen: jawohl, Phrasen, nichts als Phrasen! Über die Ehre zum Beispiel! Pfui Teufel! Schon lange wollte ich damit ein Ende machen! Ich freue mich, ich freue mich, daß endlich der Augenblick gekommen ist. Ich hielt mich für gebunden und schämte mich, daß ich Sie beide empfangen mußte ... Sie beide! Aber jetzt halte ich mich durch nichts mehr für gebunden, durch nichts, durch nichts, haben Sie verstanden?! Ihr Werssiloff hat mich aufgehetzt, die Achmakoff bloßzustellen. Und nach alledem wagen Sie noch, Sie und Werssiloff, mir von Ehre zu sprechen! Sie, die selbst ehrlos sind ... alle beide, alle beide! Haben Sie sich denn etwa geschämt, von mir Geld anzunehmen?“
Es wurde mir dunkel vor den Augen.
„Ich nahm es von Ihnen als Freund,“ begann ich furchtbar leise. „Sie haben es mir doch selbst angeboten, und ich glaubte an Ihre Zuneigung ...“
„Ich bin nicht ‚Freund‘ so eines Menschen wie Sie! Ich habe Ihnen Geld gegeben, aber doch nicht aus dem Grunde! Sie wissen ja selbst, warum ich es Ihnen gegeben habe ...“
„Ich habe es auf Werssiloffs Konto genommen; freilich, das war dumm von mir, aber ich ...“