„Das kann ich nicht wissen ... was eigentlich ihm daran nicht gefallen könnte. Sei versichert, Anna Andrejewna ist auch in der Beziehung ein im höchsten Grade korrekter Mensch. Aber ist sie nicht großartig, diese Anna Andrejewna? Da fragt sie mich gerade noch kurz vorher am Morgen, ob ich die verwitwete Frau Achmakoff liebe! Erinnerst du dich, ich erzählte dir das gestern und wunderte mich noch. Das russische Gesetz würde ihr doch nicht gestatten, den Vater zu heiraten, wenn ich die Tochter geheiratet hätte! Verstehst du das jetzt?“

„Ach, in der Tat!“ rief ich. „Aber hat denn Anna Andrejewna wirklich im Ernst glauben können, daß Sie ... den Wunsch haben könnten, Katerina Nikolajewna zu heiraten?“

„Offenbar, mein Freund. Übrigens ... übrigens wird es für dich jetzt an der Zeit sein, deinen Weg dorthin fortzusetzen, wohin du gehen willst. Ich habe, offen gestanden, die ganze Zeit Kopfschmerzen. Werde die ‚Lucia‘ spielen lassen. Ich liebe die Feierlichkeit der Langweile. Aber das habe ich dir schon einmal gesagt ... Ich wiederhole mich unverzeihlich ... Vielleicht werde ich auch irgendwo anders hingehen. Ich habe dich sehr lieb, mein Lieber, aber jetzt lebe wohl. Wenn ich Kopfschmerzen habe oder Zahnweh, dann verlangt mich nach Einsamkeit.“

In seinem Gesicht bemerkte ich einen Ausdruck von innerer Qual; ich glaube es ihm jetzt, daß ihm damals der Kopf schmerzte, besonders der Kopf!

„Also morgen,“ sagte ich.

„Morgen? Wer weiß, was morgen sein wird!“ sagte er mit einem verzerrten Lächeln.

„Ich komme morgen zu Ihnen, oder Sie kommen zu mir.“

„Nein, nicht ich werde zu dir kommen, wohl aber wirst du zu mir stürzen ...“

Aus seinem Gesicht sprach etwas Böses, doch ich dachte nicht weiter an ihn, – nach einer solchen Neuigkeit!

III.