„Das kommt alles nur daher,“ übertönte eine mächtige Stimme das ganze erregte Stimmengewirr, „daß man hier Menschen zuläßt, die keiner kennt. Leute ohne Empfehlungen! Wer hat ihn eingeführt? Wer ist er überhaupt?“
„Ein gewisser Dolgoruki.“
„Fürst Dolgoruki?“
„Fürst Ssokolski hat ihn eingeführt!“ schrie jemand.
„Hören Sie, Fürst,“ schrie ich über den ganzen Tisch ihm zu, „jetzt hält man hier mich für den Dieb, während ich es bin, der hier bestohlen worden ist! Sagen Sie ihnen, sagen Sie ihnen doch, wer ich bin!“
Doch was nun geschah, war das Schrecklichste von allem, was mir an diesem Tage widerfahren war ... ja, was mir in meinem ganzen Leben widerfahren ist: der Fürst verleugnete mich. Ich sah, wie er mit den Achseln zuckte und auf die Fragen, mit denen man ihn von allen Seiten bestürmte, scharf und deutlich zur Antwort gab:
„Ich stehe für keinen ein. Ich bitte, mich in Ruhe zu lassen.“
Währenddessen stand Aferdoff, umgeben von einem ganzen Kreise von Herren, und verlangte mit lauter Stimme, man solle ihn durchsuchen. Er drehte schon selbst alle seine Taschen um. Aber auf seine Forderung wurde ihm beschwichtigend zugerufen: „Nein, nein, nicht nötig, wir wissen schon, wer der Dieb ist!“ Zwei Diener, die man gerufen hatte, ergriffen mich und hielten meine Arme auf dem Rücken fest.
„Ich lasse mich nicht durchsuchen, ich erlaube es nicht!“ schrie ich empört und suchte mich loszureißen.
Aber ich wurde ins Nebenzimmer geschleppt und dort mitten in der mich umstehenden Menschenschar bis in die letzte Falte durchsucht. Ich schrie und widersetzte mich aus allen Kräften.