Er sprang schnell vor, den fliegenden Steinen entgegen, um so mit seinem Körper den Kleinen jenseits des Grabens zu schützen. Drei oder vier von den Jungen hielten eine Minute lang inne.
„Er hat selbst angefangen!“ rief ein Kleiner in einer roten Bluse mit hoher Kinderstimme, „er ist ein Schuft, er hat neulich Krassotkin mit dem Federmesser gestochen, so daß Blut floß. Krassotkin wollte nur nicht klagen gehn, ihn aber muß man durchprügeln ...“
„Warum das? Ihr neckt ihn wahrscheinlich?“
„Ha! jetzt hat er Sie wieder mit einem Stein in den Rücken getroffen! Er kennt Sie!“ schrien die Kinder. „Jetzt zielt er nur auf Sie, nicht auf uns! Nun aber alle Mann hoch, schieß gut, Ssmuroff!“
Und wieder begann das Bombardement, diesmal aber recht erbittert. Da schlug ein Stein den kleinen Knaben vor die Brust: er schrie auf und lief weinend den Berg hinauf zur Michailoff-Straße. In der Gruppe erhob sich sofort ein Triumphgeschrei: „Acha hat Angst bekommen, läuft fort, Bastwisch!“
„Sie wissen nicht, Karamasoff, was das für ein gemeiner Junge ist, ihn totschlagen wäre noch viel zu wenig,“ sagte der Knabe in der Jacke, anscheinend der älteste von den Sechsen.
„Wieso?“ fragte Aljoscha, „petzt er etwa?“
Die Knaben tauschten gleichsam spöttische Blicke untereinander aus.
„Gehen Sie auch in die Michailoffstraße?“ fragte derselbe Knabe. „So holen Sie ihn doch ein ... Sehen Sie, er ist wieder stehen geblieben, er wartet und sieht gerade auf Sie.“
„Ja, er sieht gerade auf Karamasoff, auf Karamasoff!“ riefen sofort auch die anderen.