„Und die krausen, klebrigen Frühlingsblätter, und die teuren Gräber, und der hohe, blaue Himmel, und die Geliebte? Wie willst du denn leben, womit wirst du sie denn lieben?“ fragte Aljoscha traurig. „Ist denn das möglich, mit solch einer Hölle in der Brust und in den Gedanken, – ist denn das möglich? Nein, du fährst gerade hin, um dich ihnen anzuschließen ... wenn aber nicht, so wirst du dich selbst töten, denn du wirst es nicht länger aushalten!“
„Es gibt eine Kraft, die alles aushält!“ sagte Iwan halblaut mit kaltem Lächeln.
„Was ist das für eine Kraft?“
„Die Karamasoffsche ... die Kraft der Karamasoffschen Gemeinheit.“
„Heißt das – in Ausschweifung untergehen, die Seele in Sittenverderbnis erwürgen, ja? heißt es das?“
„Meinetwegen auch das ... aber nur bis zum dreißigsten Jahre werde ich es ... vielleicht noch ... vermeiden, dann aber ...“
„Wie das vermeiden? Auf welche Weise vermeiden? Wodurch willst du dem entgehen? Mit deinen Anschauungen ist das unmöglich.“
„Wiederum auf Karamasoffsche Weise.“
„Ah! – ‚alles ist erlaubt‘? Nicht? Das ist’s doch – alles ist erlaubt?“
Iwans Gesicht verfinsterte sich, und er wurde plötzlich seltsam bleich.