„Halt, Trifon Borissytsch, ich werde schon alles selbst sehen, aber jetzt zurück zur Hauptsache: sind keine Zigeuner hier?“

„Von Zigeunern ist jetzt nichts zu hören, Dmitrij Fedorowitsch, die Obrigkeit hat sie vertrieben, aber es gibt hier ein paar Juden, die spielen auf Zimbeln und Geigen, nicht weit von hier, in Roshdestwenskoje, man könnte sofort nachschicken, wenn’s beliebt. Sie würden sofort kommen.“

„Nachschicken, unbedingt nachschicken!“ rief Mitjä belebt. „Und auch die Mädchen zum Chor, wie damals, die Marja unbedingt, auch Stepanida, Arina. Zweihundert Rubel für den Chor!“

„Ach, für solches Geld kann ich dir, Väterchen, das ganze Dorf auftreiben, wenn sie auch jetzt schon alle schnarchen. Aber sind sie denn das wert, Väterchen Dmitrij Fedorowitsch, diese Bauern und Dorfmädels? Für so ein gemeines Pack so viel Geld hinzuschleudern! Unser Bauer und teure Zigarren rauchen, Gott, was versteht er denn davon! Du aber, Väterchen, hast ihnen von der besten Sorte gegeben! Er stinkt ja nur, der Räuber! Und die Mädels, das sind doch alles Lausefratzen! Ich werde für dich, Väterchen, meine eigenen Töchter unentgeltlich aufwecken, von so viel Geld gar nicht zu reden, sie sind nur gerade schlafen gegangen, aber ich werde sie schon mit einem Rippenstoß wachkriegen und singen machen! Ach, Väterchen, hast die Bauernkerle mit Champagner traktiert – wo soll das hin!“

Trifon Borissytschs Bedauern war etwas überflüssig: er hatte damals eigenhändig sechs Flaschen Champagner im Keller versteckt und unter dem Tisch einen Hundertrubelschein aufgehoben und in der Faust behalten.

„Trifon Borissytsch, ich habe hier doch etwas mehr als tausend Rubel durchgebracht, weißt du noch?“

„Väterchen, natürlich! haben vielleicht ganze Dreitausend hier in Mokroje gelassen!“

„Nun, so wisse denn, daß ich auch jetzt dasselbe tun werde, siehst du?“

Und damit zog er wieder das ganze Paket Geldscheine aus der Hosentasche und hielt sie dem Wirt unter die Nase.

„Jetzt höre mich und mach die Ohren auf: nach einer Stunde kommt der Wein an, die Delikatessen, Pasteten, Süßigkeiten – alles sofort nach oben. Diese Kiste, die hier im Wagen ist, gleichfalls sofort nach oben, aufbrechen und den Champagner sofort in Eis hereinbringen ... Aber vor allem den Chor, die Mädels, die Marja unbedingt ...“