„Nein, sehen Sie mal,“ sagte Maximoff, sich zu ihm wendend, „ich – ich rede nicht davon, daß diese kleinen Panénki ... niedlich sind ... wenn sie mit unseren Ulanen Masurka tanzen ... und wenn sie abgetanzt hat, so springt sie ihm sofort auf die Knie, wie ein Kätzchen ... ein weißes ... und der – der Pan-oijez und die Pani-matka sehen’s und erlauben’s ... jawohl, und erlauben’s ... und der Ulan geht morgen ansprechen ... jawohl ... und hält um ihre Hand an, hi – hi!“ Und Maximoff kicherte.
„Pan laidak!“ brummte plötzlich der lange Pan auf dem Stuhl, und schlug das eine lange Bein über das andere lange. Mitjä fiel der riesige Schmierstiefel mit der dicken und schmutzigen Sohle besonders auf. Überhaupt waren beide Pane recht schmierig gekleidet.
„Warum soll er denn ein Strolch sein? Warum schimpft er?“ fragte Gruschenka sofort ärgerlich.
„Pani Agrippina, Pan hat in Pollen nur gesenn Bauermätchen, niecht vornemme Pani,“ bemerkte der Pan mit der Pfeife zu Gruschenka.
„Das ist sicker!“ meinte der lange Pan verächtlich.
„Das fehlt noch! So lassen Sie ihn doch sprechen! Warum stören Sie die Menschen beim Reden? Mit Ihnen ist es wenigstens nicht langweilig,“ sagte Gruschenka bissig.
„Ick större niecht, Pani,“ bemerkte bedeutsam der Pan auf dem Sofa mit einem langen Blick auf Gruschenka, verstummte wichtig und begann dann wieder an seiner Pfeife zu saugen.
„Aber nein, nein, der Pan hat ja ganz recht bemerkt, daß er keine Polinnen kennt!“ fiel wieder erregt Kalganoff ein, als hätte es sich um weiß Gott was für eine wichtige Sache gehandelt. „Er ist ja überhaupt nicht in Polen gewesen, wie kann er dann über Polen sprechen? Sie haben doch nicht in Polen geheiratet, nicht wahr?“
„N – nein, im-im Smolenskschen Gouvernement. Nur hatte der Ulan sie schon früher von dort mi-mi-mitgebracht, meine Frau, meine zukünftige, mitsamt der Pani-matka und der Tante und noch einer Verwandten mit einem erwachsenen Sohn, da-da-das aber war wirklich aus Polen, aus-aus Polen ... und er trat sie mir ab. Das war ein Leutnant, ein-ein sehr hübscher junger Mann. Zuerst hatte er sie selbst heiraten wollen, aber dann heiratete er sie doch nicht, denn es hatte sich inzwischen erwiesen, daß sie lahm war ...“
„Dann haben Sie eine Lahme geheiratet?“ fragte Kalganoff lachend.