Trifon Borissytsch brachte ein neues Spiel, das noch nicht entsiegelt war, und meldete Mitjä, daß die Mädchen sich schon versammelt hätten, die Juden mit den Zimbeln gleichfalls bald kommen würden, der Wagen aber aus der Stadt mit den übrigen Sachen noch nicht zu sehen sei. Mitjä sprang sofort auf und eilte ins andere Zimmer, um dort Anordnungen zu treffen. Es waren aber erst drei Mädchen gekommen, und auch die Marja war noch nicht erschienen. Überhaupt wußte er nicht, warum er eigentlich aufgestanden und hinausgelaufen war: er befahl nur, die Süßigkeiten aus der Kiste hervorzuholen und sie unter die Mädchen zu verteilen.
„Und Andrei Branntwein, eine ganze Flasche Branntwein dem Andrei,“ befahl er eilig, „ich habe ihn gekränkt.“
Da berührte ihn jemand an der Schulter: es war Maximoff, der ihm nachgelaufen war.
„Geben Sie mir fünf Rubel,“ bat er flüsternd, „ich würde gern auch ein-ein Spielchen machen, hihi!“
„Famos, vorzüglich! Nehmen Sie zehn, hier!“
Mitjä zog wieder alle Scheine aus der Tasche und suchte zehn Rubel hervor.
„Und wenn du das verlierst, so komm wieder, komm wieder ...“
„Gut, ich danke,“ flüsterte Maximoff freudig und lief zurück in den Saal.
Auch Mitjä kehrte sofort zurück und entschuldigte sich, daß er auf sich hatte warten lassen. Die Polen hatten sich schon zurechtgesetzt und entsiegelten das neue Spiel. Sie blickten bereits viel freundlicher drein, fast konnte man sagen, wohlwollend. Der Pan auf dem Sofa hatte eine neue Pfeife angeraucht und schickte sich an, die Karten zu mischen. Auf seinem Gesichte drückte sich sogar eine gewisse Feierlichkeit aus.
„Auf die Plätze, Panowe!“ kommandierte Pan Wrublewskij.