„Pani Agrippina ...“

„Ich heiße Agrafena, Gruschenka! Sprich russisch, oder ich will kein Wort von dir hören!“

Der Pan keuchte und schwitzte vor Gónor und fuhr radebrechend und aufgeblasen in russischer Sprache fort:

„Pani Agrafena, iech gekomen bien zu vergessen Altes und es zu verzeihen, zu vergessen, was is gewesen von früher ...“

„Was zu vergessen? Was zu verzeihen? Mir zu verzeihen bist du hergekommen?“ unterbrach ihn Gruschenka aufspringend.

„Wie gesagt, Pani, ich bien niecht kleinmütig, ich bien großmütig. Abber ich warr in Erstaunen, zu sehen deine Liebhabber. Pan Mitjä hat mir gegebben in ander Ziehmer Dreitausend, daß ich soll gehen weg, ich abber habb gespuckt in Pan sein Physiognomie!“

„Was? Er hat dir für mich Geld gegeben?“ schrie Gruschenka krankhaft auf. „Ist das wahr, Mitjä? Wie hast du es gewagt? Bin ich denn käuflich?“

„Pane,“ schrie Mitjä den Kleinen an, „sie ist rein und ist mir heilig, und niemals bin ich ihr Liebhaber gewesen! Das hast du gelogen ...“

„Unterstehe dich nicht, mich vor ihm zu verteidigen!“ rief Gruschenka außer sich. „Nicht aus Tugend bin ich ehrlich gewesen, und nicht etwa, weil ich Kusjma Ssamssonoff fürchtete, nein, um vor ihm stolz sein zu können, um das Recht zu haben, ihn Schuft zu nennen, wenn ich ihn wiedersehe! Ist es möglich, daß er von dir nicht das Geld angenommen hat?“

„Er nahm es ja, nahm es doch!“ rief Mitjä auflachend. „Nur wollte er sofort alle Dreitausend haben, und ich bot ihm nur Siebenhundert als Handgeld an.“