Der Hund sprang auf, sprang an ihm empor und heulte vor Freude. Der Hauptmann kam mit einem gekochten Stück Rindfleisch herbeigestürzt.
„Ist es nicht zu heiß?“ fragte geschäftig und vorsorglich Koljä, der das Stück an sich nahm. „Nein, es ist nicht heiß, Hunde lieben ja sonst nichts Heißes. Sehen Sie alle ... Iljuschetschka, sieh, so sieh doch, Freund, warum siehst du nicht? Ich habe ihn ihm gebracht, und nun will er nicht sehen!“
Das neue Kunststück bestand darin, daß dem unbeweglich dastehenden Hunde das Stück Fleisch gerade auf die Nase gelegt wurde. Das arme Tier mußte mit dem Stück Fleisch auf der Nase unbeweglich dastehen, wie sein Herr ihm befohlen hatte. Doch Pereswonn hatte nur eine kleine Minute lang auszuhalten.
„Pill!“ rief Koljä, und das Stück flog im Nu von der Schnauze ins Maul.
Das Publikum drückte natürlich begeistert seine Verwunderung darüber aus.
„Und sind Sie wirklich, sind Sie wirklich nur darum die ganze Zeit nicht gekommen, weil Sie den Hund dressieren wollten?“ rief Aljoscha vorwurfsvoll aus.
„Gerade darum!“ gestand Koljä gutmütig ein. „Ich wollte ihn in seinem Glanze zeigen.“
„Pereswonn! Pereswonn!“ rief Iljuscha dem Hunde schmeichelnd zu und schnippte mit seinen abgemagerten Fingerchen, wie man es zu tun pflegt, wenn man einen Hund zu sich heranlocken will.
„Was rufst du ihn! Er soll sofort zu dir ins Bett springen. Ici, Pereswonn!“ Koljä schlug mit der flachen Hand aufs Bett.
Und Pereswonn flog wie ein Pfeil aufs Bett zu Iljuscha. Dieser umarmte seinen Kopf mit beiden Armen, und Pereswonn leckte ihm sofort die Wange. Iljuschetschka preßte ihn an sich und versteckte sein Gesicht vor den anderen im langhaarigen Fell des Hundes.