„Nein, ich will nicht zusammen, nein, mir soll sie gehören und nicht Iljuscha!“ bestand Mamachen auf ihrem Willen und wollte schon zu weinen anfangen.
„Mama, nimm sie für dich, nimm sie, Mama!“ rief plötzlich Iljuscha. „Krassotkin, kann ich sie meiner Mama schenken?“ wandte er sich mit bittender Miene zu Krassotkin, da er fürchtete, daß jener beleidigt sein würde, wenn er dessen Geschenk anderen gab.
„Gewiß kannst du das!“ willigte Krassotkin sofort ein, nahm die Kanone aus Iljuschas Hand und überreichte sie selbst mit der höflichsten Verbeugung dem Mamachen.
Die weinte fast vor Rührung.
„Iljuschetschka, mein Liebling, da sieht man, wer sein Mamachen liebt!“ sagte sie gerührt, und sie begann sofort wieder die Kanone auf ihren Knien hin- und herzurollen.
„Mamachen, erlaube, daß ich dir die Hand küsse!“ Ihr Gemahl lief wieder zu ihr hin und führte sofort seine Absicht aus.
„Und wer noch ein lieber junger Mann ist, das ist dieser gute Junge da!“ sagte Mamachen, auf Krassotkin weisend.
„Pulver werde ich dir soviel wie du nur willst bringen, Iljuscha. Wir machen jetzt selbst Pulver. Borowikoff weiß die Mischung: Vierundzwanzig Teile Salpeter, zehn Teile Schwefel und sechs Teile Birkenkohle, alles zusammen gemischt und gestoßen, Wasser hinzugefügt, ein weicher Teig daraus gemacht, zwischen Leder gerieben – und dann hat man das Pulver!“
„Mir hat Ssmuroff von eurem Pulver schon erzählt, aber Papa sagt, es sei kein wirkliches Pulver,“ antwortete Iljuscha.
„Wie denn, nicht wirkliches?“ Koljä errötete. „Es brennt doch. Ich weiß übrigens nicht ...“