„Was ist denn mit ihm?“

„Ein kapitaler Kopf!“

„Aber er schweigt ja immer.“

„Das tut er, aber das ist ja um so besser. Der braucht sich nicht von diesem Petersburger belehren zu lassen, der könnte selbst ganz Petersburg belehren, – zwölf Stück Kinder, bedenken Sie nur das allein!“

„Aber ich bitt’ Sie, ist denn das überhaupt möglich, daß sie ihn nicht freisprechen?“ rief in einer anderen Gruppe einer von unseren jungen Beamten aus.

„Sicherlich wird er freigesprochen werden,“ ließ sich da eine andere überzeugte Stimme vernehmen.

„Eine Schande, eine Schmach wäre es, wenn sie ihn nicht freisprächen!“ fuhr der junge Beamte sich ereifernd fort. „Mag er ihn doch erschlagen haben, aber zwischen Vater und Vater ist immerhin ein Unterschied! Und dann, er ist doch so erregt und so aufgebracht gewesen ... Er hat ja vielleicht tatsächlich mit der Mörserkeule nur einmal so geschwenkt, und der Alte hat dann ganz von selbst den Geist aufgegeben. Dumm war nur, daß sie da noch den Diener an den Haaren herbeizogen. Das ist doch eine lächerliche Verdächtigung. Ich hätte an der Stelle des Verteidigers einfach gesagt: Er hat erschlagen, ist aber unschuldig, und damit hol euch der Teufel!“

„Das hat er ja auch getan, nur hat er das ‚hol euch der Teufel‘ nicht laut hinzugefügt.“

„Nein, Michael Ssemjonytsch, beinahe hat er es hinzugefügt ...“ griff eine dritte hohe Stimme auf.

„Aber, hören Sie doch, meine Herren, man hat doch vorige Ostern die Schauspielerin freigesprochen, die der Ehefrau ihres Geliebten die Kehle durchgeschnitten hatte!“