„Ich bereue dein Blut nicht!“ rief er ihm zu, „hüte dich, Alter, und vergiß das nicht, denn auch ich werde etwas nicht vergessen! Verfluche dich, und sage mich von dir auf ewig los ...“
Damit verließ er das Zimmer.
„Sie ist hier, sie ist bestimmt hier! Ssmerdjäkoff, Ssmerdjäkoff,“ krächzte kaum hörbar der Alte und winkte mit dem Zeigefinger Ssmerdjäkoff zu sich heran.
„Sie ist nicht hier, begreifen Sie es doch, Sie verrückter Alter,“ schrie ihn plötzlich wutbebend Iwan Fedorowitsch an. „So, jetzt wird er auch noch ohnmächtig! Wasser, ein Handtuch! Schlaf nicht, Ssmerdjäkoff!“
Erschrocken lief Ssmerdjäkoff nach dem Wasser. Fedor Pawlowitsch wurde schließlich ins Schlafzimmer gebracht, ausgekleidet und ins Bett gelegt; dann bekam er noch eine kalte Kompresse auf den Kopf, der mit einem Handtuch umbunden wurde. Ganz schwach vom Kognak, von der starken Erregung und schließlich von den Schlägen, schloß er, sowie er das Kissen berührte, die Augen und schlief wahrscheinlich sofort ein. Iwan Fedorowitsch und Aljoscha kehrten wieder in den Saal zurück. Ssmerdjäkoff trug die Scherben der zerschlagenen Vase hinaus, Grigorij aber stand in finsterem Schweigen am Tisch.
„Solltest nicht auch du dich lieber ins Bett legen und ein nasses Handtuch um den Kopf wickeln?“ wandte sich Aljoscha an Grigorij. „Tu’s nur, wir werden hier bei ihm bleiben; Dmitrij hat dich so unvorsichtig geschlagen ... gerade auf den Kopf.“
„Er hat mich geschlagen!“ sagte Grigorij finster und deutlich vor sich hin.
„Er hat auch den Vater geschlagen, nicht nur dich!“ bemerkte mit etwas spöttisch verzogenen Lippen Iwan Fedorowitsch.
„Ich habe ihn eigenhändig gebadet ... Er aber hat mich geschlagen!“ wiederholte Grigorij.
„Weiß der Teufel, wenn ich ihn nicht fortgezogen hätte, würde er ihn ja womöglich noch totgeschlagen haben. Wieviel brauchte es denn, um ihn totzuschlagen?“ raunte Iwan Fedorowitsch Aljoscha zu.