„Darf man eintreten, Herr Gastgeber?“ fragte sie schelmisch.
„Aber bitte, ich bin sehr erfreut!“ rief Sascha fröhlich.
Ludmilla setzte sich an den Tisch, drehte einen Trichter aus dem Papier und goß das Parfum mit besorgt geschäftiger Miene aus dem Flakon in den Zerstäuber. Der Papiertrichter war an den Stellen, wo ihn die Flüssigkeit berührt hatte, ganz dunkel geworden. Nur langsam floß die Flüssigkeit durch den Trichter. Ein warmer, süßer Rosenduft gemischt mit scharfem Spiritusgeruch verbreitete sich durch das Zimmer.
Ludmilla hatte die Hälfte des Flakons in den Zerstäuber gegossen und sagte:
„So, es wird langen.“
Dann schraubte sie den Zerstäuber zu, knüllte das feuchte Papier zusammen und rieb es zwischen den Handflächen.
„Riech doch,“ sagte sie zu Sascha und hielt ihm die Handfläche vor die Nase.
Sascha bückte sich, schloß die Augen und roch. Ludmilla lachte, schlug ihn leicht mit der Handfläche auf den Mund und ließ die Hand auf seinen Lippen liegen. Sascha wurde rot und küßte ihre warme, duftende Handfläche, sie zärtlich mit bebenden Lippen berührend. Ludmilla seufzte auf; ihr liebliches Gesichtchen wurde für einen Augenblick verlangend-hingebend, dann nahm es wieder den ihm gewohnten Ausdruck glücklicher Freude an.
„Jetzt paß aber auf, wie ich dich bespritzen werde,“ sagte sie und drückte den Gummiball.
Ein duftender Staub flog auf, er verteilte und verbreitete sich in der Luft und benetzte Saschas Kleider. Sascha lachte und drehte sich gehorsam, wenn Ludmilla ihn stieß.