Und gerade, wie Sascha aus der Schule heimkam, machte sich die Kokowkina auf den Weg. Er freute sich beim Gedanken, daß er diesmal mit geholfen hatte, die Kokowkina zu entfernen. Und er war fest davon überzeugt, daß Ludmilla Zeit finden würde zu kommen.
So war es auch; — Ludmilla kam. Sie küßte ihn auf die Wange und reichte ihm ihre Hand zum Kusse. Sie lachte fröhlich, und er wurde rot. Ludmillas Kleider dufteten heute nach Rosa-Iris, ein schwerer, süßer Blumenduft: die sinnbetörende, lüsterne Iris — gelöst in zart duftenden Rosen.
Ludmilla hatte eine schmale in Seidenpapier gewickelte Schachtel mitgebracht. Durch das Papier schimmerte eine gelbe Reklamezeichnung. Sie setzte sich, legte die Schachtel auf ihre Knie und blickte Sascha schelmisch an.
„Magst du Datteln?“ fragte sie.
„Furchtbar,“ sagte Sascha und machte eine komische Grimasse.
„So, dann werde ich dich bewirten,“ sagte sie wichtig.
Sie öffnete die Schachtel.
„Iß!“ befahl sie.
Sie selber nahm eine Frucht nach der anderen aus der Schachtel und steckte sie Sascha in den Mund; und jedesmal mußte er ihr die Hand küssen. Sascha sagte:
„Aber meine Lippen sind ganz klebrig.“