Als dann im Algoͤw mancher wol weysz,
Do man im die Pfannen bringet so heysz.“
Im allgemeinen aber scheint um 1525 das Pfannenholz in Oberdeutschland als durchaus notwendiges Gerät gegolten zu haben, das bezeugt uns das bei Uhland, »Alte hoch- und niederdeutsche Volkslieder« unter der Überschrift »Theure Zeit« S. 721 ff. Nr. 279 abgedruckte Lied: » Die welt tůt an mich bringen etc.«, dessen 8. Strophe also anhebt:
»Ich hansen also stolze
hab weder tisch noch stiel,
darzů kain pfannenholze.«
Hans Sachsens Spruch (pg. 2) endlich vom Jahre 1544 nennt das Pfannholtz als Ausstattungsstück der Stube. —
Fig. 23. Pfannenholz in der Küche des Albrecht Dürer-Hauses.
Wir haben in der Küche zu Haimendorf ein recht schönes Pfannenholz angetroffen und ebenso eines in der Küche des Albrecht Dürer-Hauses, dessen Ausstattungsstücke übrigens meistens erst in neuerer Zeit zusammengekauft sind. Das letztgenannte Exemplar geben wirFig. 23 in der Abbildung wieder, die uns der näheren Beschreibung überhebt. Nur die auf den beiden Langseiten eingeschnitzten Inschriften wollen wir anführen, weil sie zugleich einen interessanten Beleg bieten für die nach modernen Begriffen so merkwürdige Erscheinung, die auch den Kenner immer von neuem in Erstaunen setzt, daß nämlich diese Inschriften von der des Schreibens ungewohnten Hand des Arbeiters höchst mangelhaft und oft geradezu unverständlich und sinnlos geschrieben sind. Nicht nur auf den in dieser Hinsicht vielgenannten Messingbecken findet sich diese Erscheinung, sondern auch auf Stickereien, Epitaphien, ja sogar auf offiziellen Gedächtnistafeln und bei vielen anderen Gelegenheiten. Die Inschriften unseres Pfannenholzes lauten: »Got sit unt setz uns das haus alle di da gehe in | avs Wo frid vnd einikeit regir da ist das ganze Haus gezeth« und auf der andern Seite steht: »Got seh uns die Sbeisze auf den holz mir sin vergnit in gotes gna und gotes hult 1820 J. H. E. G. H.« —
Fig. 24. Pfanneisen in der Küche des Museums.