16) K., 229. Anm. 2. Umb diesse Zeit [1388] haben die Sundischen den Rat ausgetrieben, darum das sie der Gemein zu viel auffgelegt und nicht haben ringern wollen, seint aber mit Eren widdereingesetzt; und einen Burgermeister, der im Elend gestorben, hat seine Freuntschafft tot in seine Stette gesetzt, anzuzeigen, daß er unschuldig vertrieben.
17) K., 246/7. So gewunnen die Sundischen und Gripswaldischen das Schloß [zu Usedom] und fingen sehzehen von den, die da hetten bey dem Totslag gewest, und fischeten den Marschalk, [der ertrunken war] widder auff und fhureten sie gein Sunde und bunden inen Pferde an die Fusse und slepften sie in der Stat ummeher, darnach haben sie alle gerichtet. Den Marschalk haben sie auch also tot noch aufs Rat gelegt. [Vergl.Nr. 141.]
Begräbnis.
18) K., 301. Als Hertzog Otto [von Stettin, der Letzte seines Stammes] begraben wurt, warff er [Albrecht Glinden, Bürgermeister von Stettin] ime Schilt und Helm hinnach in das Grab und sagte: »da leit unser Herschafft« und wolte also das Land auff den Marggrafen [von Brandenburg] fhüren. Aber ein Edelman, Hans Eickstette, spranck in das Grab und holete Schilt und Helm widder heraus und sagte: »Nein, nicht also! wyr haben noch erbliche, geborne Herschafft, die Hertzogen von Pomern und Wolgast. Denselben gehört der Schilt und Helm zu!« Und hat sich mit den andern Edellewten vereinet, das sie Hertzog Erichen und Hertzog Wartislafen von Pomern und Wolgast den Schilt und Helm prachten mit Erpietung ires Gehorsams. [i. J. 1464.]
19) K., 414. In den Stetten und Dorffer, wan sie einen zu Grab beleiten, so suchen sie keine schwartze Kleider darzu, sonder je besser und bunter sie sie haben, sonderlich die Frawen, je lieber sie sie anthun. [Vergl.Nr. 7;74;127.]
Die Wohnung.
Wand.
20) K., 369. [Die Herzogin von Pommern wird i. J. 1503 krank.] Etlich sagen, das sie zu Ukermunde solle in ein Gemach gekhomen sein, das newlich gekalket war, darvon ir der Dampff umbs Hertze geslagen. Und ist die Lenge darvon gestorben. [Vergl.Nr. 25 ff.]
Turmzier.
21) K., 272. So stund auf dem Torm, der auffm Sloß ist eine Gans von eitelm Golde, dieselbige lies der Khonig [Erich von Dänemark] in der Nacht abnehmen. [Es handelt sich um ein ungenanntes Schloß in Schweden i. J. 1434.]