Aus dem Tierepos haben wir den schon um 1200 vorkommenden Namen des Wolfes

Isegrim (Eisenhelm)

zur Bezeichnung eines grimmigen Menschen entnommen.—

Für ein zurückgesetztes, zur niedrigsten Hausarbeit verwendetes Mädchen giebt uns das deutsche Märchen den Namen

Aschenbrödel oder Aschenputtel.—

Eine schwäbische Sage, die Gustav Schwab nach mündlicher Überlieferung in seiner Ballade "Der Reiter und der Bodensee" (1826, s. "Gedichte" Stuttg. 1828-9) dem deutschen Volke schenkte, lautet also: Über die Schneefläche des zugefrorenen Bodensees sprengt ahnungslos ein Reiter, der, jenseits angekommen, tot vom Ross sinkt, als er hört, welcher Gefahr er entronnen. Wir erinnern daher bei ähnlichen Schrecken nach unbewusst überstandenem Unheil an den

Reiter über den Bodensee.—

Aus der norwegisch-isländischen Sage citieren wir für wilde Kampfeswut und Ingrimm die

Berserkerwut;

denn in der "älteren Edda" (16, 23 Simrock) heisst es: