(Die Welt will betrogen sein, darum sei sie betrogen);

während Thuanus (Bch. 12, anno 1556) dies lateinische Wort auf den päpstlichen Legaten Caraffa (späteren Papst Paul IV., † 1559) zurückführt.—

Grobian

ist auch ein Wort Sebastian Brants aus dem "Narrenschiff" (Zarncke, S. 71 u. 72). Er spricht dort von einem "neuen Heiligen, Grobian geheissen", den er weiterhin "Sankt Grobian" nennt.—

Hanswurst

findet sich zum ersten Male in der Form Hans Worst in der niederdeutschen Übersetzung von Sebastian Brants "Narrenschiff" (Rostock 1519, No. 76, 83, Ausg. Zarncke, S. 75, Sp. 2). Bei Brant selbst steht hans myst. Hans Mist ist auch der Name eines Bauern in einem Fastnachtspiele des 15. Jahrh. (Keller I, S. 342). Hans Worst wiederholt sich bei Luther in der "Vermahnung an die Geistlichen, versammelt auf dem Reichstag zu Augsburg", 1530, im Abschnitte "Vom ehelosen Stande"; in der Predigt über die "Auferstehung der Toten", B. 19, 133; in "Wider den Meuchler zu Dresden" (1531), 25, 105; und in "Wider Hans Worst" (Wittenberg 1541, 26, 4) sagt Luther:

"Dies Wort, Hans Worst, ist nicht mein, noch von mir erfunden, sondern von andern Leuten gebraucht wider die grossen Tölpel, so klug sein wollen, doch ungereimt und ungeschickt zur Sache reden und thun".

Schon hieraus möchte man schliessen, dass Luther an eine volkstümliche Bühnengestalt gedacht hat, besonders aber aus den kurz darauf folgenden Worten:

"Wohl meinen etliche, ihr haltet meinen gnädigen Herrn (den Kurfürsten von Sachsen) darum für Hans Worst, dass er von Gottes, dem ihr feind seid, Gaben stark, fett und volliges Leibes ist. Also hab ichs auch oft gebraucht, sonderlich und allermeist in der Predigt".

Die heut übliche Form "Hans Wurst" steht erst in Fischarts "Gargantua" (1575. c. 8. g. E.): "Trink alzeit for den durst—So tringt dich kain durst—Mein Hans Wurst".—