Goethe mochte hierzu durch Gellerts Lustspiel "Die zärtlichen Schwestern" (1747) angeregt worden sein, worin es (2, 6) heisst: "Kann wohl ein schönerer Anblick sein, als wenn man zwei zärtliche sieht, die es vor Liebe nicht wagen wollen, einander die Liebe zu gestehen?"—

In "Erwin und Elmire" (a. a. O. S. 242) steht auch das Gedicht "Neue Liebe, neues Leben" mit dem Anfangsvers:

Herz! mein Herz? was soll das geben?—

Aus Goethes Ballade "Der Fischer"[26] wird citiert:

Kühl bis ans Herz hinan!

und:

Halb zog sie ihn, halb sank er hin.—

[26] In "Volks- und anderen Liedern, mit Begleitung des Fortepiano. In Musik gesetzt von Siegm. Frhr. v. Seckendorff", Weimar 1779, S. 5, in demselben Jahre von Herder ("Volkslieder", 2. T., S. 3) als "Das Lied vom Fischer" wieder abgedruckt.

Aus der Ballade "Erlkönig" (1782 im Singspiel "Die Fischerin" erschienen, 1781 gedichtet) wird citiert:

Und bist du nicht willig, so brauch' ich Gewalt.—