im XIV. Stück des "Trompeter von Säkkingen" (1854) Viktor v. Scheffels (1826-1886).—

In "Immanuel Kant. Ein Denkmal seiner unsterblichen Philosophie, dem deutschen Volke geweiht von Fr. M. Freystadt" (1. u. 2. Aufl., Königsb. 1864; S. 16) nennt der Verfasser

Königsberg die Stadt der reinen Vernunft

und fügt in einer Anmerkung hinzu: "Schreiber dieses war der Erste, der Königsberg den gedachten Ehrentitel gab in einem Korrespondenzartikel für die Leipziger Allgemeine Zeitung während der vierziger Jahre dieses Säculums". (Jahrgang und Nummer giebt er nicht an.) Dies Wort scheint frei nach Heinrich Heine gebildet zu sein, der 1828-29 im 2. T. der "Reisebilder" (Ges. W. II, 12) von Berlin "der gesunden Vernunftstadt" spricht.

Julius Stettenheims (geb. 1831) ergötzlicher Lügenberichterstatter und Verdreher geflügelter Worte

Wippchen

ist zur typischen Figur geworden und viel citiert wird dessen oft wiederkehrende und meistens überflüssige Wendung:

Verzeihen Sie das harte Wort!

(vrgl. "Wippchens sämtliche Berichte" von Julius Stettenheim 1878 ff.). "Verzeiht ein hartes Wort mir!" sagt schon in Herders "Cid." (I, 21) Doña Uraca zu ihrem sterbenden Vater.—