"Fors iuvat audaces, prisci sententia vatis",

"Herzhafte fördert das Glück, so sagte ein uralter Sänger")

mittelbar das

[Fortes fortuna adiuvat]

verdanken sollen, was sich zuerst bei Terenz ("Phormio" 1, 4), dann bei Cicero ("Tusc." 2, 4, 11; "de fin." 3, 4, 16 kurz weg "fortuna fortes") findet, dem Livius (34, 37) schon als altes Sprichwort gilt und ähnlich vom älteren Plinius ("Epist." 6, 16 des Neffen Plinius) citiert wurde bei Erforschung des Vesuvausbruchs, wobei er trotzdem sein Leben verlor.

vrgl. auch Ennius bei Macrobius 6, 6; Vergil "Aen." 10, 284; Tibull 1, 2, 16 ("fortes adiuvat ipsa Venus"); Livius 8, 29; Ovid "Ars am." 1, 608; "Met." 10, 586; "Fast." 2, 782, Seneca "Epist." 94 und oben Schillers "Dem Mutigen hilft Gott".—

Ferner nannte Simonides (nach Plutarch: "De Gloria Atheniensium" 3) "τὴν μὲν ζωγραφίαν ποίησιν σιωπῶσαν, τὴν δὲ ποίησιν ζωγραφίαν λαλοῦσαν", worüber Lessing in der Vorrede seines "Laokoon oder Über die Grenzen der Malerei und Poësie" bemerkt: "Die blendende Antithese des griechischen Voltaire, dass

die Malerei eine stumme Poësie und die Poësie eine redende Malerei

sei, stand wohl in keinem Lehrbuche. Es war ein Einfall, wie Simonides mehrere hatte, dessen wahrer Teil so einleuchtend ist, dass man das Unbestimmte und Falsche, welches er mit sich führt, übersehen zu müssen glaubt".

Schon Plutarch gab (a. a. O.) die Erläuterung, beide Künste seien ("ὕλῃ καὶ τρόποις μιμήσεως") "in den Gegenständen wie in der Art der Nachahmung" verschieden.