XI.
Geflügelte Worte aus lateinischen Schriftstellern.[63]

[63] Aus diesem Kapitel (15. Aufl.) ging A. Otto's Werk hervor: "Die Sprichwörter und sprichwörtlichen Redensarten der Römer" (Lpzg., Teubner, 1890), eine vortreffliche Arbeit, der dieses Buch manchen wertvollen Aufschluss verdankte.

Jeder ist seines Glückes Schmied

ist nach der dem Sallust zugeschriebenen Schrift "de republica ordinanda" 1, 1, wo es heisst: "quod in carminibus Appius ait, fabrum esse suae quemque fortunae", auf Appius Claudius (Consul 307 v. Chr.) zurückzuführen. Plautus ("Trin." 2, 2, 84: "sapiens ipse fingit fortunam sibi") schreibt diese Fähigkeit nur dem Weisen zu; während ein von Cornelius Nepos (Atticus 11, 6) mitgeteilter Jambus eines Unbekannten wiederum aussagt:

Sui cuique mores fingunt fortunam (hominibus).

Jedes Menschen Glück schmiedet ihm sein Charakter.—

Als Citatenquelle ist Plautus (um 254-184 v. Chr.) zu erwähnen mit:

Nomen atque omen,

Name und zugleich Vorbedeutung,

aus dem "Persa", 4, 4, 74, und mit dem ebenda 4, 7, 19 vorkommenden, von Terenz im "Phormio" 3, 3, 8 angewendeten