Aus des Terenz "Phormio" 1, 2, 18 stammt:

Montes auri pollicens;

Berge Goldes (goldene Berge) versprechen(d).

Wenn Georg Ebers ("Ägypten in Bild und Wort" S. 17) den Komödiendichter Menander aus Athen an seine Geliebte schreiben lässt: "Ich habe von Ptolomäus . . . Briefe . . ., in denen er mir mit königlicher Freigebigkeit goldene Berge verspricht", so ist dies nur eine freie Übersetzung von "τῆς γῆς ἀγαθά, die Güter der Erde". In des Plautus "Miles gloriosus" 4, 2, 73 kommen aber schon "argenti montes", "Berge von Silber", vor und im "Stichus" 1, 1, 24-5 heisst es: "Neque ille sibi mereat Persarum montes, qui esse aurei perhibentur", "Und er möchte sich die Perserberge nicht erwerben, die von Gold sein sollen". Auch Varro (bei "Nonius" p. 379) singt von diesen Perserbergen:

"Non demunt animis curas ac religiones

Persarum montes, non atria divitis Crassi";

"Weder die Berge der Perser, noch Hallen des prunkenden Crassus

Können die Herzen befreien von Angst und von nagenden Skrupeln";

während der Perserkönig im Aristophanes ("Acharn." 81) nach achtmonatlichem Sitzen auf goldenen Bergen (ἐπὶ χρυσῶν ὀρῶν) eine Befreiung anderer Art fand. Es scheint, als deute unser Gudrunepos (vor 1200) mit seinem (V. 493) "und waere ein berc golt, den naeme ich niht dar umbe" auf eine gemeinsame indogermanische Quelle.—