Es ist in ihnen daher von einer "virtus comica", nicht aber von einer "vis comica" die Rede. ("Klein. Schrift, in latein. u. deutscher Sprache" von Fr. Aug. Wolf, herausg. von G. Bernhardy, II, p. 728).—

Aus Lucretius (98-55 v. Chr.) "Über die Natur" ist 1, 102:

Tantum religio potuit suadere malorum.

Zu so verderblicher That vermochte der Glaube zu raten.—

Aus 1, 149; 1, 205; 2, 287 wird citiert:

De nihilo nihil,

Aus Nichts wird Nichts,

was Persius ("Satiren" 3, 84) wiederholt. Lucretius hatte seine Ansicht aus Epikur entlehnt, der (nach Diog. Laërtius 10, n. 24, 38) an die Spitze seiner Physik den Grundsatz stellte: "οὐδὲν γίνεται ἐκ τοῦ μὴ ὄντος", "Nichts wird aus dem Nichtseienden". Vor Epikur hatte schon Melissus gesagt, dass aus Nichtseiendem nichts werden kann (Überweg "Geschichte der Philosophie des Altertums", 1, S. 63), wie auch Empedokles die Ansicht bekämpft, dass Etwas, was vorher nicht war, entstehen könne (ebenda 1, S. 66). Aristoteles ("Physik" 1, 4) sagt, Anaxagoras habe die übliche Ansicht der Philosophen für wahr gehalten, dass aus dem Nichtseienden Nichts entstünde ("οὐ γινομένου οὐδενὸς ἐκ τοῦ μὴ ὄντος"). In Mark Aurels (121-180 n. Chr.) "Selbstbetrachtungen" 4, 4 heisst es: "denn von Nichts kommt Nichts, so wenig als Etwas in das Nichts übergeht".—

Aus 2, 1 und 1 ist berühmt:

Suave, mari magno, turbantibus aequora ventis,