Ein gewisser Medius (um 330 v. Chr.) tritt bei Plutarch ("Über den Schmeichler und den Freund" c. 24) als Chorführer der Schmeichler im Gefolge Alexanders des Grossen auf und erteilt den Rat: ("θαῤῥοῦντας ἅπτεσθαι καὶ δάκνειν ταῖς διαβολαῖς, διδάσκων ὅτι κἂν θεραπεύσῃ τὸ ἕλκος ὁ δεδηγμένος, ἡ οὐλὴ μένει τῆς διαβολῆς") "kühn mit Verleumdungen zu packen und zu beissen, damit, wenn auch des Gebissenen Wunde heilt, doch die Narbe der Verleumdung bleibe". Hieraus ist das Wort entlehnt, das schon bei F. Bacon (1605. "De dignit. et augment. scient". B. 8. c. 2. Parab. 34) als sprichwörtlich bezeichnet wird:

Audacter calumniare, semper aliquid haeret.

Joh. Olorinus (1609. "Ethogr. Mundi" 9. Regel) citiert es so:

Calumniare audacter, semper aliquid haeret,

Nur kühn verleumden! Etwas bleibt immer haften.

Auch wird (z. B. von Goethe "Dicht. u. Wahrh." B. 10) allein angeführt:

Immer bleibt etwas hängen!

und ebenso lateinisch:

Semper aliquid haeret.—