(d. h. wie das Sprichwort sagt, dass man es müde wird, Rebhühner zu essen).—

[71] Eine Ermittelung der Quelle wäre hier sehr erwünscht.

Petit-maîtres

Herrchen

nannte man während der Zeit der Fronde (1648-53) eine politische Partei, an deren Spitze der grosse Condé, dessen Bruder Conti und der Herzog von Longueville standen, weil sie die Herren (les maîtres) des Staats sein wollten. Voltaire, der dies ("Louis XIV" ch. 3) berichtet, fügt hinzu: "Man giebt jenen Namen heutzutage anmassenden und schlechterzogenen jungen Leuten". Heute versteht man darunter so viel wie "Stutzer".

Nach den Mémoiren der Mdme de Motteville (Amst. 1739: I p. 407) nannte man die jungen vornehmen Waffengefährten und Günstlinge des Condé, mit denen er in dem Salon der Königin Anne d'Autriche zu erscheinen liebte, deswegen "petits-Maîtres", weil er selbst der Herr des Staates zu sein schien.—

Das Wort Ludwigs XIV. (reg. 1643-1715):

L'État c'est moi,

Der Staat bin ich,

ist unverbürgt und jedenfalls nicht im April 1655 vor dem Parlamente gesagt worden, wie erzählt wird. Chéruel (1855, "Administration monarchique en France", B. II, S. 32-34) sagt: