Den Sturz der bourbonischen Herrschaft kündigte ein prophetisches Wort Salvandys (1795-1856) an. Dieser, damals französischer Gesandter in Neapel, nahm an einem Balle Teil, den der Herzog von Orléans (Ludwig Philipp) am 5. Juni 1830 im Palais Royal zu Ehren seines Schwagers, des Königs von Neapel, gab. Salvandy hat diesen Ball im "Livre des Cent-et-un", Bd. 1, beschrieben. "Als ich", erzählt er, "am Herzog von Orléans vorbeiging, dem man von allen Seiten Komplimente über die Pracht seines Festes machte, sagte ich jenes Wort zu ihm, welches die Zeitungen am folgenden Tage wiederholten: 'Das ist ein ganz neapolitanisches Fest, mein Prinz,
nous dansons sur un volcan.
wir tanzen auf einem Vulcan'."
"Nous marchons sur des volcans" wurde schon 1794 von Robespierre citiert (s. H. Taine: "Les origines de la France contemporaire", II "La revolution", T. III, p. 193, Paris 1885).—
Als einige Tage vor der Einsetzung des Juli-Königtums (1830) die Frage erhoben wurde, ob der neue König den Namen "Philipp der Siebente" annehmen sollte, erklärte Dupin der Ältere (1783-1865): "Der Herzog von Orleans sei auf den Thron berufen worden,
nicht weil, sondern obgleich
non parce que, mais quoique
er ein Bourbon sei".—
Der Herzog von Orléans, der spätere König Ludwig Philipp (reg. 1830-1848), endigte am 31. Juli 1831 seine erste Proklamation als General-Statthalter des Königreichs mit der Phrase:
La charte sera désormais une verité.