(Buchholtz wurde 1753 Hof-Etats-Rentmeister, dann Kriegs- und Domänenrat, sowie Königlicher Trésorier. S. "Johann August Buchholtz", nach Familienpapieren erzählt vom Hauptmann J. B. Buchholtz in der Berliner Wochenschrift "Der Bär", 1881, No. 11, S. 157 u. s. w., sowie "Jahrbücher für die deutsche Armee und Marine", April 1878, S. 12.)—
Die unklassische Inschrift der 1780 vollendeten königlichen Bibliothek zu Berlin
Nutrimentum spiritus
Nahrung des Geistes
verdankt ihren Ursprung wohl einer Lektüre Friedrichs des Grossen, der "Histoire ou vie tirée des monumens anecdotes de l'ancienne Égypte" des Abbé Terrasson (Amst. 1732, S. 70), ein Werk, das Friedrich in einem Briefe aus Ruppin vom 23. März 1733 an Herrn von Grumbkow lobte. Die Überschrift der Bibliothek in Theben lautete nach Diodor 1, 49, 3: "ψυχῆς ἰατρεῖον" ("Klinik für die Seele").
Übrigens gebrauchte der König während der Zeit des Baues die Ausdrücke "aliment de l'esprit" und "nourriture de l'âme" (s. Preuss: "Oeuvres de Frédéric-le-Grand", XXIV, p. 27 und XXV, p. 18). Ad. Streckfuss ("500 Jahre Berliner Geschichte" 3. Aufl., 1. Bd., 8. Abteil., 13. u. 14. Kap.) nennt ohne Beleg als Verfasser der Inschrift Quintus Icilius, der jedoch ein zu guter Lateiner war, um nicht zu wissen, dass "spiritus" ohne Beiwort nur "Hauch" oder "Athem" heisst. "Nutrimentum" oder "Pabulum ingenii" wäre unanfechtbar gewesen. Nach Thiébault ("Mes souvenirs de vingt ans de séjour à Berlin, ou Frédéric le Grand" I, 283; Paris 1804) wählte der König die Inschrift gerade gegen den Rath des Quintus Icilius.—
Nach Ed. Vehse ("Preussen" IV, 175) steht in einer Kabinetsordre Friedrichs des Grossen von 1785 (ein Datum giebt er nicht an):
Ich bin es müde, über Sklaven zu herrschen.
Der Satz entspricht völlig Friedrichs erleuchtetem Sinn. Noch sechzehn Tage vor seinem Tode verfügte er in der Kabinetsordre vom 1. Aug. 1786 über die Besiedelung urbar gemachten Landes bei Tilsit: "Die Bauern, welche da angesetzt werden, müssen ihre Güter alle eigentümlich haben, weil sie keine Sklaven sein sollen" (s. Preuss: "Friedr. d. Gr." 1834. IV, 259-60).—
Im Jahre 1770 war in Jena