(Erweiterung des Ausdrucks in Psalm 73, 19: "ein Ende mit Schrecken nehmen") rief Ferdinand von Schill (1776-1809) am 12. Mai 1809 auf dem Marktplatze von Arneburg an der Elbe der begeisterten Schar zu, die ihm von Berlin aus nachgezogen war. (Haken in "Ferdinand von Schill", Lpz. 1824, Bd. 2, S. 88, setzt hinzu: "Dieser Ausdruck war seiner Vorstellung so geläufig, dass er sich desselben zum öftern bediente".) Es berührt komisch, dass schon Aesops Hasen (Halm 237 c) ähnlich sagen: "βέλτιον ... θανεῖν ἅπαξ ἢ διὰ βίον τρέμειν", "Besser auf einmal sterben, als sein Leben lang in Schrecken sein". Dies scheint aus Homer zu stammen, bei dem wir Il. 15, 511 lesen:
βέλτερον, ἢ ἀπολέσθαι ἕνα χρόνον ἠὲ βιῶναι,
ἢ δηθὰ στρεύγεσθαι ἐν αἰνῇ δηιοτῆτι.
Besser, die Wahl des Todes beschleunigen oder des Lebens,
Als so lang' hinschmachten in schreckensvoller Entscheidung.
und Odyss. 12, 350:
Βούλομ' ἅπαξ πρὸς κῦμα χανὼν ἀπὸ θυμὸν ὀλέσσαι,
ἢ δηθὰ στρεύγεσθαι ...
Lieber will ich auf einmal den Geist in den Fluten verhauchen,
Als noch lang' hinschmachten . . . .—