Ein unzertrennliches Freundespaar nennen wir
Orest und Pylades
nach den beiden Vettern, Freunden und Schwägern, deren gemeinsame Rache an Aegisth und Klytemnestra wegen Agamemnons Ermordung des Hagias von Troezen "Heimkehr" schilderte (s. Proclus: "Chrestomathie"). Als bester Freund und Waffengefährte des Orest beim Rachezug und bei Iphigeniens Heimführung begegnet uns dann Pylades bei Aeschylus ("Choëph." 557), bei Sophokles ("Elektra" 15) und bei Euripides ("Orest." 388, 705-712, 773, 779 ff., 859 ff, 927 ff, 991 ff, 1042-1076, 1370 ff, 1586-7; "Elektra" 82-85, 835-837, 870-879; "Iphig. Taur." 94 ff, 296-300, 307 ff, 469, 570-579, 621, 643-691, 868). Darum spricht Cicero ("de fin." 2, 26) von "Pyladeïscher Freundschaft" ("Pyladea amicitia"). Am berühmtesten ist der Beiden edler Wettstreit, welcher von ihnen sterben soll (s. Euripides "Orest." 1046-1076; "Iphig. Taur." 570-579, 621, 643-679 und danach M. Pacuvius, den Cicero "Laelius" 2, 24 citiert; vrgl. Cic. "de fin." 2, 24 und Ovid "ex Pont." 3, 2, 85-86).—
Für ein vielgestaltiges wandelbares Wesen gab uns der Meergott
Proteus (Πρωτεύς)
den Namen. Homer singt ("Od." 4. 416-418 u. 456-458) zuerst von dessen Fähigkeit, sich in Alles zu verwandeln, was auf Erden webt und lebt, um nicht Rede stehen zu müssen.—
Einen himmlischen Aufenthalt nennen wir ein
Elysium
nach Homers "Odyssee" 4, 565-568, an welcher Stelle der überwältigte Proteus dem Menelaos das "an der Erde Grenzen" liegende "Elysische Gefilde" ("Ἠλύσιον πεδίον") also ausmalt:
"τῇ περ ῥηίστη βιοτὴ πέλει ἀνθρώποισιν·