Entre bouche et cuillier—Avient souvent grand encombrier!

und bei uns heisst es nach Fr. Kinds Gedicht "Ankaeos" (1802 verf.—S. "Gedichte" v. Fr. K. Lpz. 1817. I, 85):

Zwischen Lipp' und Kelchesrand

Schwebt der finstern Mächte Hand.—

Theokrit (um 250 v. Chr.) schildert zuerst den Liebling der Venus, den Adonis, als blühend (I, 109), schön (XV, 127), rosig, achtzehn- oder neunzehnjährig und so flaumbärtig, dass sein Kuss nicht sticht (XV, 85, 128-130). Auch Bion (I, 1, 2, 5, 6, 7, 37, 38, 63, 67, 71, 79, 92), Vergil ("Ecl." 10, 18), Properz (2, 13, 53), Ovid ("Met." X, 522) und die apollodorische "Bibliothek" (III, 14, 4) preisen seine Schönheit und Zartheit. Daher nennen wir einen gar zu schönen jungen Mann einen

Adonis.—

Wenn wir von dem Zauber reden, der die Seele dessen stärkt, der den Boden der Heimat wieder betritt, so citieren wir gern den mythischen Beherrscher Libyens, den Riesen

Antaeus,

welchen Herkules nur dadurch besiegen konnte, dass er ihn vom Erdboden emporhob und also erwürgte, weil jenem die Kräfte im Ringkampf wuchsen, wenn er die Erde berührte, die für seine Mutter galt (s. Apollodors "Bibl." 2, 5, 11; Lucan 4, 598-616; Philostrat. "Icon." 2, 21).—

Einen höllenstrengen Richter nennen wir einen