Glückselig! wem sie nur

Die äussre Schale weis't!—

In demselben Buche Hallers (S. 47) steht zu lesen:

"Unselig Mittelding von Engeln und von Vieh!

Du prahlst mit der Vernunft und du gebrauchst sie nie".

Brockes trat in seinem "Irdischen Vergnügen in Gott" (1748; 133. 9, S. 344) diesen Gedanken breit, dem der Altonaer Goldschmied Joachim Lorenz Evers die knappe Form gab:

Was ist der Mensch? Halb Tier, halb Engel.

So nämlich beginnt seine Nr. 369 der 1797 erschienenen "Vierhundert Lieder", die "der geselligen und einsamen Fröhlichkeit gewidmet" sind.

Bemerkt sei hier, dass Hallers Verse wohl Goethe ("Faust", "Prolog im Himmel", 43-44) zu den Worten des Mephistopheles über den Menschen anregten:

"Er nennt's Vernunft und braucht's allein,