Zerrbild

oder: "Zerr-gemälde" für "Karikatur" vor und für "Delicatesse" auf S. 282:

Zartgefühl,

was Weigand ohne Begründung auf Lessing zurückführt. In Wielands "Pervonte" (1778) wird das Wort noch wie "Zärtlichkeitsgefühl" gebraucht, wenn (3. Teil) Vastola sagt:

"Wo nimmt es wohl Pervonte her,

Dass unser einer sich von Zartgefühlen nähre?"—

In seiner Schrift "Über die Reinigung und Bereicherung der deutschen Sprache" (Dritter Versuch. Verb. u. verm. Ausg., Brnschw. 1794, Ausübender Teil, S. 284) empfahl Campe für "Rendez-vous" das Wort "Stell-dich-ein", welches wir jetzt

Stelldichein

schreiben. Ebenda (S. 14) spricht er von dem "anfangs so laut verworfenen, nachher von vielen guten Schriftstellern angenommenen Wort":

Umwälzung