Man merkt die Absicht und man wird verstimmt.—
In derselben Scene finden wir das Wort Tassos:
Erlaubt ist, was gefällt,
was dem
libito fè licito
aus Dantes "Hölle" V, 55 nachgeahmt zu sein erscheint, aber von Goethe aus Tassos Schäferspiel "Aminta" entnommen ist, worin die zweite Strophe des Chorliedes am Ende des ersten Aktes mit den Worten schliesst:
"ein goldnes, glückliches Gesetz,
Das die Natur schrieb: Wenn's gefällt, so ziemt's,"
wie überhaupt die begeisterten Worte über die goldene Zeit, die Goethe hier dem Tasso in den Mund legt, eine Umschreibung dieses Chorgesanges sind. Zu Grunde liegt wohl dem Allem das freche "si libet, licet", was Julia zu ihrem Stiefsohn Caracalla sagte, als er sie zum Weibe begehrte (bei Spartian: "Antonin. Caracalla", c. 10).
—Die Prinzessin erhebt dann bei Goethe sofort den Spruch des Dichters zu dem einfach schönen: