In seinem im Okt. 1798 bei Wiedereröffnung der Schaubühne in Weimar gesprochenen "Prolog" zu "Wallensteins Lager" schuf Schiller die Worte:

Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze,

( Denn ) wer den Besten seiner Zeit genug

Gethan, der hat gelebt für alle Zeiten.

(s. unten Horaz: "principibus placuisse. . ." u. s. w.)

Im engen Kreis verengert sich der Sinn,

Es wächst der Mensch mit seinen grössern Zwecken.

(vrgl. Seneca: "Natur. quaest." III, praef.: "Crescit animus, quoties coepti magnitudinem attendit".)

Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt,

Schwankt sein Charakterbild in der Geschichte;