"Amphitryon, der echte rechte,
Ist der Amphitryon, bei dem man tafelt".
So wurde denn "L'Amphitryon où l'on dîne" in Frankreich "geflügelt" und danach erlangte auch bei uns, ohne Beziehung auf Plautus,
Amphitryon
die Bedeutung eines gefälligen Gastgebers.—
Die Kastanien aus dem Feuer holen, Tirer les marrons du feu,
entlehnen wir der Fabel Jean de La Fontaine s (1621-95), 9. Bch., 17 "Der Affe und die Katze". Der Affe Bertram bewegt die Katze Raton, geröstete Kastanien aus dem Feuer zu holen, die er sofort verspeist, bis eine Magd dazu kommt, worauf beide Tiere fliehen. "Raton war nicht zufrieden, sagt man", schliesst die Fabel, welche schon im 16. Jahrh. von Sim. Majoli in "Dies caniculae" lateinisch und von Noël du Fail in "Eutrapel" französisch, im 17. von Jac. Regnerius lateinisch und von Guil. Bouchet, Pierre Deprez, Is. Benserade französisch erzählt wurde, vrgl. Fabel 17 in des Armeniers Vartan († 1271) Fabelsammlung (Paris 1825).—
Nach Molière s (Jean Baptiste Poquelin 1622-73) Komödie "Le dépit amoureux" (1656) reden wir von einem
dépit amonreux, verliebtem Trotze.—
Aus Molières "l'Amour médecin" (1665) 1, 1 dienen Sganarelles Worte an den Goldschmied Josse: