Einen närrischen Verfechter veralteter Anschauungen nennen wir einen

Don Quijote,

nach dem Titelhelden des Romanes von Miguel de Cervantes (1547-1616): "El ingenioso hidalgo Don Quijote de la Mancha" (1. T. 1605. 2. T. 1615). Nach dem Kampfross des Don Quijote nennen wir einen elenden Gaul eine (richtiger einen)

Rosinante

(spanisch: "Rocinante", zusammengesetzt aus "rocin", Klepper und "antes", früher). Don Quijote gab dem Pferde diesen Namen, weil dadurch ausgedrückt würde, was es einst als blosser Reitklepper gewesen, und was es jetzt als die Perle aller Rosse der Welt geworden wäre.

Nach der Erkorenen Don Quijotes bezeichnen wir eine Geliebte als

Dulcinea;

wir lassen verblendete Draufgänger, die Windmühlen für Riesen halten, wie Don Quijote (I, 8),

mit Windmühlen kämpfen, (molinos de viento acometer)

und nennen einen Kopfhänger, wie Sancho Pansa (I, 19) seinen von Schlägen zerbläuten Herrn, einen