An nescis longas regibus esse manus? Weisst du denn nicht, wie weit reichet der Könige Hand?

Schon bei Herodot (8, 140) heisst es von Xerxes: "καὶ γὰρ δύναμις ὑπὲρ ἀνθρώπον ἡ βασιλέος ἐστι καὶ χεὶρ ὑπερμήκης", "denn der König hat auch die Gewalt über den Menschen und eine über die Maassen lange (d. h. weitreichende) Hand".—

Aus Ovids "Kunst zu lieben" ("Ars amandi") 1, 99 ist das Wort über die Frauen bekannt:

Spectatum veniunt, veniunt spectentur ut ipsae, Zum Seh'n kommen sie hin, hin kommen sie, dass man sie sehe.

Aus 2, 13 der "Kunst zu lieben" wird citiert:

Nec minor est virtus, quam quaerere,

Parta tueri.

Weniger schwer, als Erwerben, ist's nicht:

Erworb'nes bewahren;

wohl eine Reminiscenz aus Demosthenes ("Olynth.") 1, 23, der da sprach: "πολλάκις δοκεῖ τὸ φυλάξαι τἀγαθὰ τοῦ κτήσασθαι χαλεπώτερον εἶναι", "oft scheint es schwerer zu sein, Schätze zu bewahren, als sie zu besitzen".—Der 91. Vers der Ovidischen "Mittel gegen die Liebe" ("Remedia amoris") heisst: