In flagranti ( crimine comprehensi ) Auf frischer That ertappt
stammt aus dem von Tribonian († 545) und neun anderen Juristen 529 n. Chr. edierten "Codex Justinianeus", einem Teile des "Corpus iuris" (1. 13. C. 9, 1). Dort steht: "in ipsa rapina et adhuc flagrante crimine comprehensi."—
Ebendaher stammt (1. 27. C. 3, 28) das "levis notae macula adspergi", "mit einem kleinen Schandflecken bespritzt werden", daher wir kurz sagen
levis nota ein leichter Verweis.
(vrgl. "Handlexikon zu den Quellen des römischen Rechts" von H. G. Heumann. 6. Aufl. 1884.)—
Ut, re, mi, fa, sol, la, si,
die italienische Benennung der Töne durch Guido von Arezzo (11. Jahrh.), bildete man aus den Anfangssilben der ersten Strophe der sapphischen Ode von Paulus Diaconus († 797) an den heiligen Johannes:
Ut queant laxis re sonare fibris
Mi ra gestorum fa muli tuorum
Sol ve polluti la bii reatum