sind Worte, die auch auf Talleyrand zurückgeführt zu werden pflegen; und für dessen Abneigung gegen grosse Dienstbeflissenheit giebt Mdme de Rémusat (Mémoires, 1880, Bd. 3, S. 174) allerdings die Quelle mit Talleyrands Worten an seinen Nachfolger Champagny, als er ihm die Ministerialbeamten vorstellte: "Vous les trouverez fidèles, habiles, exacts, mais, gràce à mes soins, nullement zélés ". Sie fügt hinzu, dass Talleyrand dies dann dem Kaiser erzählte, der darüber lachte.—

Légitimité, Legitimität

für: "Recht der angestammten Fürsten" ist nach Thiers ("Consulat et Empire", t. XVIII, p. 445) eine von Talleyrand erfundene Bezeichnung.—

Als am 7. Sept. 1812 an der Moskwa die Sonne aufging, rief Napoléon I. seinen Offizieren mit den Worten

Voilà le soleil d'Austerlitz! Das ist die Sonne von Austerlitz!

die siegreiche Schlacht vom 2. Dez. 1805 ins Gedächtnis zurück, (vrgl. Ségur "Hist. de Napol. et de la grande armée pend. l'année 1812", VII, 9.)—

Du sublime au ridicule il n'y a qu'un pas Vom Erhabnen zum Lächerlichen ist nur ein Schritt

sagte Napoléon I. auf seiner Flucht aus Russland mehrmals zu seinem Gesandten de Pradt in Warschau (Dez. 1812)[73]. Er gab damit nur einem oft dagewesenen Gedanken seine bleibende Form. Marmontel († 1799) sagte bereits: "En général, le ridicule touche au sublime" (Oeuvr., t. V, p. 188). Wieland ("Die Abderiten", Bd. 3, Kap. 8; 1774): "Die Dummheit hat ihr Sublimes so gut als der Verstand, und wer darin bis zum Absurden gehen kann, hat das Erhabne in dieser Art erreicht, was für gescheute Leute immer eine Quelle von Vergnügen ist", und Thomas Paine ("The age of reason", 1794, T. II. g. E. Anm.): "Wenn Schriftsteller und Kritiker vom Erhabnen sprechen, so sehen sie nicht, wie nahe es an das Lächerliche grenzt".—

[73] S. de Pradts "Hist. de l'ambassade dans le Grandduché de Varsovie en 1812", Berl. 1816.—Schon in den "Mémoires de Madame de Rémusat 1802-8", publiés par son petit-fils Paul de Rémusat, Paris 1880, T. III, p. 55 u. 56 heisst es: "Bonaparte hat oft gesagt, dass nur ein Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen wäre".

Das Napoléon I. zugeschriebene Wort