La garde meurt et ne se rend pas, Die (alte) Garde stirbt und ergiebt sich nicht,
hat er selbst, der sich bei Waterloo ergab und nicht blieb, stets auf das Entschiedenste in Abrede gestellt. Trotzdem hat man die Statue, welche ihm in seiner Geburtsstadt Nantes errichtet wurde, mit dem Ausspruche geziert. Nach Fournier ( "l'Esprit dans l'histoire", 2. Ausg., Paris 1860, S. 361) ist der Journalist Rougemont der Erfinder dieses Wortes, das er am 19. Juni 1815 im "L'Indépendant" abdrucken liess[74]. Übrigens erhoben die Söhne des Generals Michel gegen die Inschrift an Cambronnes Statue Protest und beanspruchten die Worte für ihren Vater.—
[74] S. Larousse "Fleurs historiques", p. 440 bis 447; des Obersten Dehnel "Erinnerungen deutscher Offiziere in britischen Diensten aus den Kriegsjahren von 1805-1816"; "Das Leben des Freiherrn Hugh von Halkett, königlich hannoverschen Generals der Infanterie. Nach dessen hinterlassenen Papieren und Quellen entworfen von E. von dem Knesebeck, königlich hannoverschen Generalmajor", Stuttgart 1865; General von Fransecky "Militair-Wochenblatt", 25. April 1876. Nach Roger Alexandre "Le Musée de la conversation" (1892, p. 158) hätte die Phrase zuerst am 24. Juni 1815 im "Journal genéral de la France" gestanden.
Man nennt das Zwischenreich von 1815:
Les Centjours, Die Hunderttage,
obgleich es über diese Zeit hinausging. Die Schuld trägt der Seinepräfekt, der Ludwig XVIII. (reg. 1814-24), der am 19. März aus Paris entschwunden war, bei seinem Wiedereinzuge am 8. Juli als schlechter Rechner in seiner Anrede "hundert Tage" aus Paris abwesend sein liess.—
Derselbe Monarch nannte bald nach dem Einzuge dankbar die gefügige zweite Kammer
Chambre introuvable eine Kammer, wie sie sich so leicht nicht wiederfindet.
Später jedoch, als sich die Gefügigkeit bis zu unbequemem Fanatismus steigerte, eignete sich der Hohn den Ausdruck für jede Kammer an, die monarchischer sein will als der Monarch.—
L'exactitude est la politesse des rois Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige