sagen wir nach "Sprüche" 9, 17: "Die verstohlenen Wasser sind süsse" (vrgl. 20, 17) und
Unrecht Gut gedeiht nicht,
nach "Sprüche" 10, 2: "Unrecht Gut hilft nicht" (vrgl. Sirach 5, 10; 41, 12 u. unter Kap. X: Sophokles).—
Dies irae,
der Tag des Zorns, d. h. des Gerichts Gottes, steht, wie "Sprüche" 11, 4 "dies ultionis" und Hesekiel 7, 19 "dies furoris", in der Vulgata Römer 2, 5 (vrgl. Offenb. 6, 16. 17; 11, 18) und bildet den Anfang des Liedes von Thomas von Celano (13. Jahrh.), das beim katholischen Traueramte ertönt und in Goethes "Faust" dem reuigen Gretchen im Dome entgegenbraust.—
"Sprüche" 12, 10 bietet:
Der Gerechte erbarmet sich seines Viehes.—
"Sprüche" 13, 24 steht: "Wer seiner Ruthe schonet, der hasset seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtiget ihn bald". (vrgl. Sirach 30, 1.) Hiernach ist gebildet:
Wer sein Kind lieb hat, der züchtigt es.—
"Sprüche" 14, 13: "Nach dem Lachen kommt Trauern, und nach der Freude kommt Leid" und Lukas 6, 25: ". . . Wehe euch, die ihr hier lachet, denn ihr werdet weinen und heulen" sind die Quellen des Wortes: