Des Rechtes Grund-Stein,

Dem Unrecht ein Eck-Stein,

Der Deutschen Edel-Stein".

Sicherlich dachte der Verfasser des Steinspruchs dabei an Jesaias 28, 16: ". . . ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein . . ." (s. Kap. I ).—

Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!

(Erweiterung des Ausdrucks in Psalm 73, 19: "ein Ende mit Schrecken nehmen") rief Ferdinand von Schill (1776-1809) am 12. Mai 1809 auf dem Marktplatze von Arneburg an der Elbe der begeisterten Schar zu, die ihm von Berlin aus nachgezogen war. ( Haken in "Ferdinand von Schill", Lpz. 1824, Bd. 2, S. 88, setzt hinzu: "Dieser Ausdruck war seiner Vorstellung so geläufig, dass er sich desselben zum öftern bediente".) Es berührt komisch, dass schon Aesops Hasen (Halm 237 c) ähnlich sagen: "βέλτιον ... θανεῖν ἅπαξ ἢ διὰ βίον τρέμειν", "Besser auf einmal sterben, als sein Leben lang in Schrecken sein". Dies scheint aus Homer zu stammen, bei dem wir Il. 15, 511 lesen:

βέλτερον, ἢ ἀπολέσθαι ἕνα χρόνον ἠὲ βιῶναι,

ἢ δηθὰ στρεύγεσθαι ἐν αἰνῇ δηιοτῆτι.

Besser, die Wahl des Todes beschleunigen oder des Lebens,

Als so lang' hinschmachten in schreckensvoller Entscheidung.