zu bezeichnen ["ein Ausdruck, den der liebenswürdige Grillparzer—wenn er Werners ostpreussischen Dialekt nachahmt, unwiderstehlich!—gar nicht vergessen kann"]. Dies mag Heine zu Ohren gekommen sein, von dem Goethe (Norderney 1826. "Ges. W." her. v. Strodtmann 1, 138 u. a. a. O.) auch öfters "der grosse Heide" genannt wird, bis er dann in seinem Buche "Über Deutschland", 1834 ("Ges. W" 5, 228) meint, "man" lege diesen Namen Goethe bei, doch sei er "nicht ganz passend" wegen des unverkennbaren Einflusses des Christentums auf diesen Dichter. Goethes "Heidentum" betonte übrigens schon vor Werner im Jahre 1811 (aus Dresden am 24. Mai an J. Bertram; vrgl. "Sulp. Boisserée" Stuttg. 1862, 1, 129) Sulpice Boisserée, ohne jedoch vom "grossen Heiden" zu reden.—

Es wird behauptet, dass die letzten Worte, die Goethe am 22. März 1832 vor seinem Tode sprach:

Mehr Licht!

gewesen seien; er soll jedoch eigentlich gesagt haben: "Macht doch den zweiten Fensterladen auch auf, damit mehr Licht hereinkomme".—

Gustav Freytag erzählt in " Karl Mathy. Geschichte seines Lebens" (Lpzg. 1872, S. 49), dass dieser 1831 als junger Kameralpraktikant eine kleine Schrift "Vorschläge über die Einführung einer Vermögenssteuer in Baden", Karlsruhe 1831, bei der badischen zweiten Kammer einreichte, und dass seine Arbeit nach einem rühmenden Bericht Karl Rotteck s (1775-1840) mit grosser Anerkennung unter der damals neuen Bezeichnung:

Schätzbares Material

der Kammerbibliothek einverleibt wurde. Dieses Wort fand Anklang. So hielt am 15. Mai 1851 Fürst Schwarzenberg beim Schluss der Dresdener Ministerkonferenzen eine Ansprache, in der es unter anderm hiess:

"Endlich liegen uns schätzbare Materialien vor, welche von den aus unserer Mitte gewählten Kommissionen mit tiefer Sachkenntnis, mit gründlichem Fleiss und dankenswerter Ausdauer zu tage gefördert worden sind, und welche, wenn sie gehörig benutzt werden, zur zweckmässigen Ausbildung und Verbesserung der Bundesverfassung, somit zur Erstarkung und zur Wohlfahrt des Bundes wesentlich beitragen können".

("Berliner Konstitutionelle Zeitung", 17. Juni 1851, Morgenausg.; 26. Juni 1851, Abendausg.)—

Bei dem Festschmause in Halle im Jahre 1834 aus Anlass der Vollendung des neuen Universitätsgebäudes erhielt der Oberleiter des Baues, Oberbaurat Matthias seinen Toast. Kurz darauf erhebt er sich und beginnt: "Meine Herren: