Danton.
Sie hobelt Bretter für die Guillotine.
Lacroix.
Und Collot schrie wie besessen, man müsse die Masken abreißen.
Danton.
Da werden die Gesichter mitgehen.
(Paris tritt ein.)
Lacroix.
Was gibt's, Fabricius?
Paris.
Von den Jakobinern weg ging ich zu Robespierre; ich verlangte eine
Erklärung. Er suchte eine Miene zu machen wie Brutus, der seine
Söhne opfert. Er sprach im allgemeinen von den Pflichten, sagte: der
Freiheit gegenüber kenne er keine Rücksicht, er würde alles opfern,
sich, seinen Bruder, seine Freunde.
Danton. Das war deutlich; man braucht nur die Skala herumzukehren, so steht er unten und hält seinen Freunden die Leiter. Wir sind Legendre Dank schuldig, er hat sie sprechen gemacht.
Lacroix. Die Hebertisten sind noch nicht tot, das Volk ist materiell elend, das ist ein furchtbarer Hebel. Die Schale des Blutes darf nicht steigen, wenn sie dem Wohlfahrtsausschuß nicht zur Laterne werden soll; er hat Ballast nötig, er braucht einen schweren Kopf.
Danton.
Ich weiß wohl - die Revolution ist wie Saturn, sie frißt ihre eignen
Kinder. (Nach einigem Besinnen:) Doch, sie werden's nicht wagen.
Lacroix.
Danton, du bist ein toter Heiliger; aber die Revolution kennt keine
Reliquien, sie hat die Gebeine aller Könige auf die Gasse und alle
Bildsäulen von den Kirchen geworfen. Glaubst du, man würde dich als
Monument stehen lassen?